Aktuelles & Termine

Neuigkeiten und Termine aus der Kirchengemeinde Oberweimar finden Sie hier bzw. in der Onlineausgabe des Pfaffenstegs. Auch die letzten Meldungen unserer Landeskirche stellen wir hier zur Verfügung.

Aktuelles aus unserer Landeskirche 

Sommerinterview: Bischöfin Hofmann: Corona weder Strafe Gottes noch Ergebnis politischer Verschwörung
Die Corona-Pandemie ist keine Strafe Gottes und auch nicht das Ergebnis politischer Verschwörung. Diese Auffassung vertritt Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Sommerinterview des Medienhauses der Landeskirche. In dem Interview nahm Hofmann kurz vor ihrem Sommerurlaub auch zu den Themen Rechtsextremismus und Klimakrise sowie zu weiteren aktuellen Fragen Stellung.
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7. Sonntag nach Trinitatis: ekkw.de-Online-Gottesdienst aus dem Upland
Der ekkw.de-Video-Gottesdienst zum 7. Sonntag nach Trinitatis (26. Juli 2020) kommt aus der Großgemeinde Willingen (Upland) im Westen des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg. Im Mittelpunkt steht das Thema Taufe und Abendmahl - kirchliche Erkennungszeichen, die trotz allen Wandels als Bestandteile erhalten bleiben.
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Unterwegs über dem Abgrund - Krisen bewältigen: ekkw.de-Online-Andacht aus Hünfeld im Kirchenkreis Fulda
Was trägt uns auch in Krisen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Videoandacht der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum 8. Sonntag nach Trinitatis. Interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer werden von Pfarrer Stefan Remmert in der Evangelischen Stiftskirche in Hünfeld im Kirchenkreis Fulda begrüßt.
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Informationen zum Wiederbeginn von Gottesdiensten

  1. Gottesdienstort für öffentliche Gottesdienste der Kirchengemeinde Oberweimar, einschließlich Taufen, Trauungen, ist bis auf Weiteres jeden Sonntag die Martinskirche in Oberweimar mit max. Teilnehmerzahl von 30 Personen um 10:00 Uhr
     
  2. Besondere Gottesdienste anlässlich einer Amtshandlung z.B. einer Taufe finden in der Regel im Anschluss an den Hauptgottesdienst um 11:00 Uhr statt.
     
  3. Es gelten die Regeln der Hygieneverordnungen: Abstandsregel, Mundschutz bis zu den markierten Plätzen tragen und Angebote der Händedesinfektion nutzen. Den Anweisungen der Hygienebeauftragten sind Folge zu leisten. Dazu gehört, dass wir leider auf das Singen verzichten müssen. Abendmahl wird bis auf Weiteres aus den bekannten Gründen nicht gefeiert.
     
  4. Die Gruppen und Kreise treffen sich in den Ferien und aufgrund der aktuellen Situation nach Verabredung. 
     
  5. Der Konfirmandenunterricht findet nach den Ferien wieder wöchentlich dienstags zur verabredeten Zeit in der Martinskirche statt.  

 

Geistliche Impulse

„Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden“. Jesaja 40, 31

 

In diesen merkwürdigen Wochen, in denen das Leben stillzustehen scheint und sich doch gerade so vieles um uns herum und dadurch wohl auch in uns verändert, wende ich mich mit einem geistlichen Wort an Sie. Ich wünschen Ihnen und Ihren Familien, dass Sie wohlbehalten sind und vor allem gesund bleiben! 
In diesen Wochen wird es darum gehen, wie wir das Leben der Kirchengemeinde Oberweimar wieder schrittweise äußerlich an den Start bekommen. Innerlich waren und sind wir im Gebet und im Glauben verbunden, besonders wenn die Glocken läuten und unsere Kirchen geöffnet sind, wenn wir eine Kerze anzünden, ans Fenster stellen und aneinander denken, oder wenn wir wie am Ostersonntag die Osterchoräle von den Balkonen und der Kirchwiese in Oberweimar haben erklingen lassen. All dies sind besondere Zeichen einer inneren Verbundenheit. Nun wird es bald darum gehen, diese Verbundenheit wieder nach außen zu tragen in Gemeinschaft mit anderen und in der Begegnung miteinander zu leben. Ich finde, das ist ein wesentlicher Kern, was unsere Gemeinde, die Kirche Jesu Christi ausmacht, wenn wir uns in seinem Namen versammeln. 
Beim Propheten Jesaja 40, 29-31 steht geschrieben: „Er gibt den Müden Kraft und Stärke den Unvermögenden. Jünglinge werden müde und matt, und Männer werden straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ Als ich diese Verse las, dachte ich bei mir, wie aktuell sprechen manchmal biblische Texte in unser Leben und unsere Situation. Als wäre sie für uns geschrieben in die Zeit der sogenannten Kontaktbeschränkungen. Wenn wir ausharren, bekommen wir neue Kraft. Nicht aus uns kommt diese Kraft, sondern von Gott. Ein kleiner und feiner Unterschied. Wer also damit rechnet, dass es diese Kraft gibt, lebt anders, sieht anders auf sein Leben, kann sich getragen und gestärkt fühlen. 
Am ersten Sonntag nach Ostern hätten wir normalerweise bei uns in der Martinskirche in Oberweimar Konfirmation gefeiert, ein besonderes Fest im Leben der Jugendlichen, der Angehörigen und Familien, aber auch für uns als Kirchengemeinde. Bereits in der alten Kirche war dieser Sonntag Quasimodogeniti für die Neugetauften der Zeitpunkt, ab dem sie erstmals als vollwertiges Mitglied der Gemeinde am Gottesdienst teilnehmen konnten. Damals wie heute sollten der Gottesdienst und die Feier im Kreis der Familie ein Höhepunkt im Leben und ein Moment des Zuspruchs sein. Das galt besonders damals in einer wenig trostvollen Umgebung. 
In Gesprächen am Telefon in diesen Tagen hörte ich von der Müdigkeit und den Schatten, einer Traurigkeit, die über einige von uns fällt. Einigen Gemeindegliedern fehlen Struktur und Ziele an einem jeden Tag und in der Woche. Diese Erfahrung am Telefon geht einher mit aktuellen Studien der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Demnach ist „die Mehrheit der Deutschen im Laufe des Lebens von Depression betroffen – entweder direkt aufgrund einer eigenen Erkrankung (23 Prozent) oder indirekt als Angehörige (37 Prozent)“. Dazu kommen die ganz normalen Niederlagen des Alltags: Quälendes Warten auf Entscheidungen, die nicht fallen können oder wollen, Anstrengung ohne Lohn, Frustration an der eigenen Kirche und Gemeinde, Sorgen um Kinder, Partner und Eltern. 
Vom österlichen Geist inspiriert brauchen wir nicht so zu tun, als gäbe es dies alles nicht, als wäre diese Erfahrung der Schatten nicht vorhanden. Es geht an Ostern nicht um den Enthusiasmus oder das Pathos derer, die Verkündigen, oder sich als Christinnen und Christen einfach nur gut fühlen wollen und deshalb über die Leiden anderer hinweggehen, das Kreuz Christi in der Welt verleugnen. Es geht in diesen Tagen um eine andere Kraft, die ihre Wirkung aus ihrer Demut vor dem Gotteswerk der Auferweckung bezieht. „Harren“ im Glauben bedeutet nicht rückwärtsgewandt, versteinert bleiben in Erinnerungen, Formeln, Sprüchen. Wer harret, lässt sich an den weisen, der allein Hoffnung gibt! Das ist der auferstandene Jesus Christus! Das ist unser Glaube, der aus dem Hören auf Gottes Wort, die Heilige Schrift kommt. Es wird nun darum gehen, eben das behutsam zu pflegen und nicht verkümmern zu lassen. Wenn es sein muss, wie einen Schatz, den man lange verschollen geglaubt hat und nun gemeinsam suchen, bergen, retten will. Dieser Schatz verspricht, auch wenn es manchmal mühsam scheint, weil er die Gefühle der Hilflosigkeit, Niederlage und Ohnmacht nicht ausblendet, ein wirkliches Glück! Das ist uns verheißen und das wird sich einstellen. In diesem Sinn wünsche ich: Möge Gott Euch behüten und mit seinem Segen begleiten! 
 

 

Ihr Pfarrer Dirk Wilbert 

 

Audioandachten zur Karwoche

1. Andacht zu EG 361 - Befiehl du deine Wege. Strophe 1.
Andacht EG 361, 1.mp3
MP3-Audiodatei [8.9 MB]
2. Andacht zu EG 361 - Befiehl du deine Wege. Strophe 2.
Andacht EG 361, 2.mp3
MP3-Audiodatei [7.3 MB]
3. Andacht zu EG 361 - Befiehl du deine Wege. Strophe 3 und Gethsemane
Andacht EG 361, 3 und Gethsemane.mp3
MP3-Audiodatei [11.8 MB]
4. Andacht zu EG 361 - Befiehl du deine Wege. Strophe 4 und Gethsemane
Andacht EG 361, 4 und Gethsemane.mp3
MP3-Audiodatei [10.7 MB]
5. Andacht zu EG 361 - Befiehl du deine Wege. Strophe 12.
Andacht EG 361, 12.mp3
MP3-Audiodatei [4.0 MB]

Ist das ein böser Traum?

Morgens wache ich auf und frage mich: „Ist das ein böser Traum?“ Vor Wochen hätte ich das nicht für möglich gehalten. Eine Pandemie geht um die Welt. Die Bibel redete ähnlich seiner Zeit von einer Seuche, „die am Mittag Verderben bringt“. Viele Menschen sind in Angst und Schrecken. Die einen schlagen Alarm, versuchen zu retten, was zu retten ist. Andere erstarren in einer Art Lähmung, einem Schockzustand.

Da bleibt die Frage: „Was hilft?“ Wenn es ein Film oder ein Buch wäre, in dem ich mich versunken hätte, ich könnte das Buch weglegen und den Film ausschalten. Einfach aussteigen und weggehen. Das ist die Sehnsucht von vielen Menschen in unserer Situation. Doch jetzt ist die Angst vor einer Infektion die Wirklichkeit. Ich kann dieser Situation nicht entfliehen. Der Virus bedroht das Leben, meine Lieben, meine Gesundheit und mich. Aus diesem Grund habe ich Angst. „Was hilft mir in meiner Angst und was tröstet mich in meiner Trauer? “ Es sind alte Worte der Bibel, die mir Mut machen und meine Sichtweise verändern, meinen Blick auf das Land der Hoffnung richten. Im Buch des Propheten Jesaja (66, 13) steht geschrieben: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“. Der Prophet spricht zu den Menschen, die über 500  Jahre vor Christi Geburt nach vielen Jahren babylonischer Gefangenschaft zurück in die Heimat kommen. Alles liegt in Trümmern, sie sehen keine Zukunft, ihre Seelen bluten, sie haben keine Hoffnung. In dieser Situation sagt ihnen Gott durch Jesaja seinen Trost zu: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Das ist ein schönes Bild: Ein Kind, das gefallen ist und sich wehgetan hat, wird von der Mutter in den Schoß genommen und getröstet. Und dann steht es auf und läuft weiter.  Die Bibel sagt: Die Gefangenen Zions werden befreit und erlöst. Auch ich kann in meiner Gefangenschaft von Angst und Trauer das erfahren, wovon die Bibel spricht, gerade dann, wenn ich Gottes Wort lese und höre, was im Buch der Bücher geschrieben steht. Dann kann sich ein böser Traum in eine große Hoffnung verwandeln!
 

Ihr Pfarrer Dirk Wilbert    



„Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird,
so werden wir sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens
und unsere Zunge voll Rühmens sein.
Dann wird man sagen unter den Heiden:
Der Herr hat Großes an ihnen getan!
Der Herr hat Großes an uns getan;
des sind wir fröhlich.
Herr, bringe zurück unsere Gefangenen,
wie du die Bäche wiederbringst im Südland.
Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen
und streuen ihren Samen
und kommen mit Freuden
und bringen ihre Garben. (Psalm 126)

 

Gottesdienst zuhause - zwei Anregungen

Osterandacht für zuhause
Osterandacht für zuhause.pdf
PDF-Dokument [81.5 KB]
Ostern in der Familie
Ostern in der Familie.pdf
PDF-Dokument [190.7 KB]

Der "Pfaffensteg" - unser Gemeindebrief

Unser Gemeindebrief erscheint über das Kirchenjahr hinweg in vier Ausgaben. Er wird vom Arbeitskreis "Öffentlichkeitsarbeit" herausgegeben. Die Aktuelle Ausgabe steht nachfolgend zur Ansicht bereit.

 

Pfaffensteg Juni-September 2020

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